Onlineveranstaltung - Inputreferate

21. Juni 2021

Hier finden Sie die Erkenntnisse aus den Inputreferaten der Onlineveranstaltung «Gemeinsam Online - Gemeinsam Offline» - Herausforderungen und Lösungsansätze vom 21. Juni 2021:

Präsentation und Diskussion
Dr. Darius Zumstein
(ZHaW) &  Prof. Dr. Andreas Hesse (Hochschule Koblenz)

  • Kunden denken hybrid. Wir Kunden denken nicht in Kanälen, sondern haben Bedürfnisse. Produkte wollen je nach Situation schnell und einfach besorgt, oder ausgiebig und lustvoll gefunden werden. Das OmnichannelVerhalten der Kunden muss von den Händlern reflektiert werden. Denn anders als oft gedacht, geschieht Beratungsklau auch umgekehrt: Auch im Internet wird vor-recherchiert und dann offline gekauft!
  • Nicht entwederoder sondern off und online. Eine Online Präsenz zu haben und zu pflegen bedeutet: mehr verkaufen, neue Kunden und höhere Visibilität!
  • Lokale Onlinemarktplätze: ja oder nein? Nur wenn Kunden wirklich einen klaren Mehrwert spüren (spezielle Produkte? spezielle Auswahl? spezielle Lieferung? spezielle Transparenz?), generiert ein neuer, digitaler Marktplatz ausreichend Traffic. Die Bilanz ist ernüchternd: Alle bisherigen Versuche (kaloka, Siroop, lokale Plattformen etc) haben NICHT funktioniert. Jedoch: Die Marketingeffekte sind nicht zu unterschätzen!
  • Gemeinsames Stadtmarketing. Wenn, dann sollten der Aufbau, Betrieb und die Pflege eines lokalen Online Marktplatzes als Marketing und nicht Vertriebskosten betrachtet werden! > Wer finanziert gemeinsame Kümmerer?
  • Get the Basics right! ECommerce ist nicht einziges Optimierungsmittel. Viele Prozesse lassen sich digitalisieren, Marketing beginnt beim einfachen Eintrag auf Google Maps.

Download der Folien der Präsentation von Dr. Darius Zumstein.
Download der Folie der Diskussion von  Prof. Dr. Andreas Hesse.

Weiterführende Fragen für die Umsetzung in Zug:

  • Welche Händler*innen haben Interesse an der Zusammenarbeit?

  • Was ist das gemeinsame Verständnis davon, wohin es in Zug gehen soll?

  • Steckt Potenzial in einem lokalen Portal (mit Einbezug lokale Medienhäuser)?

  • Steckt Potenzial in der Produktübergabe: lokaler, nachhaltiger, aufmerksamer/netter, schneller?

  • Wie tickt die junge Generation, was erwartet die Zukunft eigentlich vom Handel in der Stadt?

  • Sollen wir einmal richtig investieren oder besser klein beginnen und testen?

Olivier Rambert, Mobimo

  • Unterschiedliche Atmosphären statt Einheitsbrei. Damit ein Quartier oder eine Stadt für den Kunden attraktiv wird, müssen unterschiedliche Orte spezifische Qualitäten aufweisen. Um diese Atmosphären spürbar zu machen, sind entsprechende Entwicklungskriterien und eine aktive Pflege und Kuration nötig (Vermietung, Kommunikation, Veranstaltungen)
  • Communityaufbau ist entscheidend. Wer sind kennt hilft sich und denkt für das grössere Ganze. Dieser Aufbau geschieht nicht von selbst, sondern muss aktiv initiiert werden.
  • Gemeinsam statt Einsam. Ein gemeinsamer «Topf», in den alle solidarisch einzahlen, kann diese übergeordnete Kuration als Service für alle anstossen. Dieser «Topf» sollte von allen Akteuren (Immobilien, Händler, Stadt) gespiesen werden.
  • Denken in Phasen. In einer ersten Phase ist das Ziel eine gemeinsame Marke aufzubauen, von der alle profitieren (bsp. «Quartier du Flon»). In einer zweiten Phase kann diese Marke wieder mehr in den Hintergrund treten und den Marken der einzelnen Akteure die Bühne überlassen.

Download der Folie der Präsentation von Oliver Rambert