Vorheriger Vorschlag

Die Kultur muss an erster Stelle kommen

Hand aufs Herz: Wer von den Leuten, die Zug nur vom Hörensagen kennen, denkt dabei an erster Stelle an die Kultur?

Wohl niemand.

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Nächster Vorschlag

Bottom up

Kultur spielt ganz unterschiedliche Rollen im Leben einzelner Menschen.

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Förderung

Kulturfreundliche Stadtplanung

Wie viel Einfluss hat die Stadtplanung auf das Kulturleben? Meines Erachtens ein Wesentlicher. Damit Kultur auch im öffentlichen Raum stattfinden kann, braucht es Plätze, breite Strassen, Fussgängerzonen, überdachte Bereiche, ein gutes ÖV-Netz, belebende Erdgeschoss-Nutzungen,... Bars oder Restaurants neben Theater oder Kino bringen die Bevölkerung zusammen, fördern den Austausch und sorgen für Heterogenität. Die Zuger Kultur soll Teil der Zuger Bevölkerung sein und die Zuger Bevölkerung Teil der Zuger Kultur. Damit dieses Miteinander entstehen soll, braucht es auch im Stadtgefüge eine Durchmischung von Orten für Kultur und Orten für die Bevölkerung.
Werden bei Um- oder Neubauten im Stadtzentrum Forderungen an kulturelle Nutzbarkeit gestellt? Soll die Kultur in der Stadt Zug ein hoher Stellenwert erreichen, braucht es bereits in der Stadtplanung eine Kulturstrategie:
- Gibt es eine Auflage bei grösseren Bauprojekten im Stadtzentrum, Räume für kulturelle Veranstaltungen oder Ateliers für Kulturschaffende zur Verfügung zu stellen?
- Gibt es einen angestrebten Anteil an kulturell genutzten Erdgeschoss-Lokalen, die z.B. durch Kleinkunstbühnen, Galerien oder Ateliers belebt werden?
- Werden gezielt Plätze oder Fussgängerzonen geplant, die zur kulturellen Vernetzung beitragen und das kulturelle Angebot bereichern können?
Formate wie die diesjährige 1.August – Konzertreihe oder das Primavera sind Versuche, das Kultur-Erlebnis auf die Stadt auszuweiten und nicht zentral zu halten. Dieses (meiner Meinung nach weiterzuverfolgende) Format setzt jedoch eine kulturfreundliche Stadtplanung und generell einen hohen Stellenwert der Kultur in der Stadt voraus.