Vorheriger Vorschlag

Kultur in der Stadt

Kultur soll nicht nur in Kultur-Lokalen stattfinden. Die Stadt Zug bietet dank ihrer überschaubaren Grösse, der guten Erschliessung und der charmanten Altstadt die beste Kulisse für Kulturveranstaltungen im öffentlichen Raum.

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Nächster Vorschlag

Korrektur- Kulturelles Angebot in allen Landessprachen

Entschuldigen Sie mein Irrtum bei der vorherigen Mitteilung: Idee über eine oder alle andere Landessprachen, neben den deutschsprachigen bestehende Angeboten. Hier unten finden Sie meinen korrigierten Beitrag:

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Sonstiges

Kultur im öffentlichen Raum

Es braucht sicherlich sowohl Leuchtturmveranstaltungen (z.B. Jazz Night, Märlisunntig, Theater Casino ...) als auch Kleinräumiges, Subversives, Spontanes.

Ich will vor allem auf letzeres eingehen, da diese niederschwelligen Formen der Kultur meiner Meinung nach
a) in Zug definitiv zu kurz kommen
b) theoretisch mit wenig Hürden und Risiken auskommen sollten
c) ein grosses Potenzial haben, "bei den Leuten" im öffentlichen Raum zu sein und somit für Überraschendes sorgen können
d) eine grosse Kraft auf die Ausstrahlung eines Ortes haben, ihn lebendig und eben kulturell machen
e) einen wichtigen Beitrag zum Zugang zu Kultur für alle Bevöklerungsschichten leisten können.

Dazu müssen jedoch die Rahmenbedingungen stimmen. Dies bedingt
a) weniger bürokratische Hürden für diejenigen, die etwas Entsprechendes auf die Beine stellen wollen
b) finanzielle Unterstützung für Konzepte, die kreativ aber finanziell schwierig umsetzbar sind
c) mehr Mut! Mehr Mut, etwas nicht zu 100% kontrollierbares geschehen zu lassen, mehr Mut, auch mal in Kauf zu nehmen, dass etwas schiefgeht oder dass sich Leute gestört fühlen. Kultur passiert nicht ohne Zwischentöne. Man muss das Unbequeme zulassen können, um bewusstseinserweiternde Kultur zu ernten. Engagement und Wagnis sollte belohnt und nicht behindert werden.

Zudem gibt es in Zug mit seiner Internationalität meiner Meinung nach auch grosses Potenzial für das Zusammenkommen verschiedener Kulturen. Transkulturelle Formate sollten im öffentlichen Raum geschehen und nicht im stillen Kämmerlein.

Zu den Leuchtturmveranstaltungen: auch diese sollen nicht nur in den Kulturhäusern sondern auch dezentral und im öffentlichen Raum stattfinden, wie es die (nicht in dieser Form geplante) 1. August Feier dieses Jahres wunderbar gezeigt hat. Auch ein Primavera oder die Jazz Night in der Altstadt sind Beispiele in diese Richtung, allerdings sind sie wie die meisten grösseren Veranstaltungen in Zug im Bereich Landsgemeindeplatz/Altstadt.

Ein sehr zentraler Aspekt bei der Diskussion um Kultur im öffentlichen Raum ist die Stadtplanung. Es braucht Plätze, es braucht eine geeignete Erdgeschossnutzung (z.B. zur Schaffung von lebendigen Oasen), es braucht Ansätze, Interessenskonflikte zwischen dem Ruhebedürfnis der Anwohner*innen und dem Bedürfnis nach mehr Leben und Kultur im öffentlichen Raum anzugehen und auf lange Sicht zu vermeiden bzw. abzuschwächen. Man kommt nicht darum herum, diese Problematik entschieden anzugehen, wenn man "auf der Strasse" mehr Kultur will.